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Als leidenschaftlicher Rollenspielnerd kommt man an „Champions: Return to Arms“ wohl kaum vorbei. Es handelt sich hierbei um dein Sequel zu ( wieder Name vielleicht vermuten lässt ) „Champions of Norrath“. Freunde des „Everquest“-Universums dürften sich wohl gleich wie zu hause fühlen. Trotz der Tatsache, dass „Champions: Return to Arms“ über 7 Jahre alt ist, ist es für mich noch immer eines der besten Action-RPG’s die veröffentlich worden sind.

Das Spiel wurde im Jahre 2004 über „Sony Online Entertainment“ für die Playstation2 veröffentlicht und war zu dem Zeitpunkt eines der wenigen Spiele die bis dahin über einen Online-Multiplayer Support verfügten. (Ich hab den Online Multiplayer nie getestet, also weiss ich leider nicht wie gut der funktionierte) Und stammt vom gleichen entwickler wie Baldursgate 2: Dark Alliance (ebenfalls ein sehr gutes Spiel), den Snowblind Studios. Champions: Return to Arms ist ein klassisches „Hack and Slay“ Action-RPG, ganz im Stil von Baldurs Gate 2, jedoch mit mehr Liebe zum Details, denn im Vergleich zu Baldurs Gate 2 hat man um einiges mehr Möglichkeiten bei der Charakterauswahl und Personalisierung. Denn es ist eine ganze Palette an Charakterklassen zur Auswahl. Vom Barbaren zum Schamanen bis hin zum Kleriker ist alles dabei und lässt kaum Wünsche übrig. Mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen, wobei Ich persönlich sagen muss das bei einigen Charakterklassen die Nachteile überwiegen, wie zum Beispiel den Casterklassen (Habe Schamanen und den Magier gespielt). Ich weiss nicht genau ob es sich in den höheren Levelstufen ändert (hab nie weit gespielt dafür waren die Frustmomente einfach zu groß:-P), aber die Caster treffen mit ihren Zaubern so gut wie gar nichts. Man schiesst einen Zauber nach dem anderen und nur jeder dritte oder vierte trifft. Trotz des sehr hohen Damageoutputs (wenn man denn mal trifft) ist man nahezu Chancenlos bei größeren Gegnergruppen und man ist zu folgenden zwei Optionen gezwungen:

Option 1: Man haut alle Zauber raus und stirbt.

Option 2: Man haut alle Zauber raus und verbraucht zusätzlich alle Mana- und Heiltränke und Stirbt dann.

(ihr könnt mich gerne eines besseren belehren :-P)

Viel besser hingegen gefielen mir die Nahkampfklassen wie der Barbar oder der Dunkelelfritter. Vorallem der Barbar hat mir sehr gut gefallen. Mit dem Barbaren war man immer mitten im Spektakel, als immer nur zu Zaubern und dann wegrennen zu müssen.

Es wäre hier zu viel zu schreiben um auf jede einzelne Klasse einzugehen darum wechseln wir schnell das Thema und kommen zu den Skillmöglichkeiten.

Und die Sehen wie folgt aus:

Als erstes hätten wir da die Skill- bzw. Fertigkeitspunkte, im grunde wie in jedem Rollenspiel. Bei der Verteilung der Fertigkeitspunkte sollte man sich dann doch ein paar Gedanken machen, denn es reicht nicht den Fokus nur auf eine Fertigkeit zu legen. So muss man beim Barbaren nicht nur auf Stärke achten sondern auch auf Ausdauer (klar!) aber auch auf Geschicklichkeit. Ich spreche aus erfahrung wenn ich sage das es sich erheblich auf den weiteren Spielverlauf auswirkt wenn man seine Fertigkeitspunkte falsch verteilt.

Zusätzlich zu den Fertigkeitspunkten gibt es auch noch Talentpunkte, die man in verschiedene Fertigkeiten in einem Talentbaum investieren kann.

Der Talentbaum ist sowas wie das „must have“ in einem RPG. Denn hier entscheidet sich der weitere Weg eures Charakters, hier entscheidet ihr, ob ihr lieber mehr Angriffskraft wollt oder lieber einen passiven Verteidungszauber, schleudert ihr lieber riesige Feuerbälle in die Gegner oder heilt ihr euch lieber während eines Kampfes. Die Vielfalt der Skillungen ist nahzuh unbegrenzt. So spielt sich jeder Charakter immer wieder neu, je nach verteilung der Talentpunkte.

Jetzt noch einer der wichtigsten Punkte eines Spieles.

Was macht ein gutes Spiel aus?

Ja?

Genau die Story!

Nun die Story… Ich weiss gar nicht so recht was ich dazu sagen soll…

Naja ich fang einfach mal an. Nun die Story is leider etwas 0815. Ihr startet das Spiel und es begrüßt euch als erstes eine halb nackte Elfin oder ähnliches. Leider erfährt man nie warum man da ist, wie dem auch sei sie scheint euch zu kennen und erzählt vom Bösewicht „Rallos Zek“, der irgenwelche Scherben sucht um einen noch böseren Bösewicht wiederzuerwecken. Es liegt nun also an uns ihm zuvorzukommen und die Scherben einzusammeln damit er den noch böseren Bösewicht nicht wiederbelebt. Ihr könnt euch natürlich auch für den bösen Weg entscheiden und helfen „Rallos Zek“ die Scherben einzusammeln. Ich finde an sich ist das eine nette Idee dem Spiele die Entscheidung zu überlassen ob er gut oder böse sein möchte, nur ändert sich der Spielverlauf nur minimal. Die Gegner bleiben im grunde die selben, die einzigen Unterschiede sind, ein Level, sowie die Endbosse.

Wie ihr seht ist die Story nicht so der Knaller, aber…

Ja, jetzt kommt das große ABER…

Ihr fragt euch warum ich mir die mühe mache einen Artikel über ein altes Spiel zu schreiben mit einer drittklassigen Story, richtig?

Absolut berechtigt.

Denn der Multiplayer macht alles wieder wett. Man kann mit bis zu 4 Spielern auf einer Konsole spielen. Ich selber habs eigentlich nur zu zweit gespielt. Aber der Multiplayer war einer der Hauptkaufgründe für dieses Spiel. Es ist kaum vorstellbar wieviel Spaß man hat, wenn man gemeinsam durch Horden von Gegnern Prescht und sich taktiken für die Bosse ausklügelt. Aufgrund der Zahllosen Skillmöglichkeiten und der großen Charakterauswahl ergeben sich immer wieder neue Taktiken. Quasi ein Mini-Offline-WOW 😛 ( Ja ich muss zugeben ich spiele auch WOW^^)

Noch ein paar abschliessende Worte zu Champions: Return to Arms.

Im Großen und Ganzen ist Champions: Return to Arms ein Großartiges Spiel, dass trotz der eher mässigen Story viel durch sein Abwechslungsreichtum und der Detailverliebtheit glänzt. Ich habe selten ein Rollenspiel erlebt, das zu zweit soviel Spaß macht wie dieses. Trotz des alters kann man bei der Grafik und der KI der Gegner nicht meckern, auch wenn ich mir eine größere Gegnerauswahl gewünscht hätte, dafür glänzt es mit seinen zahllosen Ausrüstungs- und Verbesserungsgegenständen und dem recht ausgekügeltem Skill-System.

Ich kann das Spiel nur weiterempfehlen, ich persönlich spiele es noch heute und es macht mir noch genauso viel Spaß wie beim ersten Anzocken. Ich geb euch den Tipp spielt es einfach mal an, es wird euch gefallen.

So das wars auch schon mit meinem ersten Review, ich hoffe er hat euch gefallen. Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr mich gerne Kontaktieren 😉